Verwässerung bei den Junioren B

8:0, 8:2, 11:2 - einige Resultate der ersten Runde sprechen für sich. Bei der Juniorenförderung hat der SKFV einen Schuss in den eigenen Fuss abgefeuert: Auf die neue Saison wurden überraschend zwei Gruppen in der 1. Stärkeklasse geschaffen.

"Ich habe Mühe zu verstehen, warum man in den Junioren B diese Saison plötzlich zwei Gruppen 1. Stärkeklasse und eine Gruppe 2. Stärkeklasse macht", sagt Oliver Schäfli, Vizepräsident des FC Luterbach. Die Luterbacher B-Junioren sind aufgestiegen, waren stolz auf den Erfolg und freuten sich darauf, in der 1. Stärkeklasse von stärkeren Gegnern härter gefordert zu werden. Doch dem sei nun wohl nicht so. "Es ist ja kein Geheimnis, dass unsere Region qualitätsmässig weit hinten nach hinkt. Bereits nach der ersten Meisterschaftsrunde sind gleich mehrere Resultate krass ausgefallen, was zeigt, dass die Differenzen innerhalb der 1. Stärkeklasse zu gross sind", sagt der FCL-Vizepräsident. Man müsse kein Nachwuchsexperte sein um zu wissen, dass die Resultate in der Regel nicht mit mehr als 4 Toren Differenz ausfallen sollten.

Im Konderfussball hat der SKFV viel unternommen, damit die Spiele ausgeglichener verlaufen. Da kann zum Beispiel ein Team, das mit 5 Toren in Rückstand liegt, mit einem Junior mehr spielen. Bei den Junioren B stellt sich nun der Solothurner Fussballverband selbst ein Bein. "Ob da unsere Junioren B profitieren, ist für mich höcht fragwürdig", sagt Oliver Schläfli, "gerne würde ich eine Diskussion entfachen, da offenbar diverse Trainer aus den Junioren B mit dieser Situation sehr unzufrieden sind."


Text geschrieben von Hans Peter Schläfli (20. August 2009)